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Andere Länder – andere Hochzeitsbräuche

Hochzeitbräuche sind nicht nur in unserem Breitengrad, sondern in allen Ländern ebenfalls zu findenAndere Länder, andere Hochzeitsbräuche

Hochzeitsbräuche sind nicht nur in unserem Breitengrad zu finden, sondern auf der ganzen Welt werden die Bräuche vor, während und nach der Hochzeit zelebriert. Dabei scheinen einige Bräuche bei der Hochzeit etwas seltsam, wobei aber immer der gesellschaftliche und kulturelle Hintergrund beachtet werden muss.

Ein kleiner Einblick in die Hochzeitsbräuche dieser Welt

Äthiopien

Der Stamm der Karos übersäht den Unterleib eines geschlechtsreifen Mädchens mit kleinen Schnitten. Diese Schnitte werden anschließend mit Asche eingerieben, damit ein typisches Muster entsteht und die Heilung vorangetrieben wird. Diese Narben werden bei den Karos als Schönheitssymbol gesehen und machen eine Frau attraktiver für die Brautwahl des Mannes. Die Narben diesen zudem bei der Hochzeit als Brautschmuck, weswegen mitunter sehr aufwendige Muster zu finden sind.

Brasilien

Wenn der Junggesellinnenabend gefeiert wird, geht es in Brasilien immer sehr feucht- fröhlich einher. Die geladenen Freundinnen bringen zahlreiche Geschenke mit. Die Braut muss erraten, was sich dahinter verbirgt. Nur wenn sie das Geheimnis binnen drei Versuchen erraten hat, darf sie das Geschenk behalten.Wenn die Braut das Geschenk allerdings nicht errät, muss sie nicht nur ein Gläschen Schnaps trinken, sondern zudem ein Stück ihrer Kleidung ausziehen.

Die Hochzeit findet in Brasilien immer am Nachmittag statt. Die Braut trägt dabei immer ein weißes oder cremefarbenes Kleid. In die Kirche wird die Braut immer vom Brautvater begleitet. Die Hochzeitsgäste streuen beim Schreiten zum Altar Blumen auf den Weg. Wenn Braut und Bräutigam die Kirche verlassen, wird Reis geworfen. In Brasilien stellt der Truthahn das traditionelle Hochzeitsessen dar. Es gibt kaum eine Hochzeit, bei der kein Truthahn auf dem Speiseplan steht.

Bulgarien

In Bulgarien wird der alte Brauch des Brautbadens immer nur zelebriert. Dieser Brauch geht scheinbar noch auf die griechisch-römische Antike zurück. Die Braut muss bei diesem Hochzeitsbrauch in einen Badezuber steigen. Dabei muss sie über glühende Kohlen steigen. Heute werden nicht mehr glühende Kohlen vor den Badezuber gelegt, sondern ein rotes Band, das immer von der Brautmutter bereitgestellt wird. Die Braut geht durch dieses Ritual strahlend und rein in die Ehe. Die Farbe Rot wird vor allem deswegen für das Band gewählt, da diese Farbe in Bulgarien die Hochzeitsfarbe ist. Hochzeitsgäste schwenken deswegen am Tag der Trauung immer rote Fahnen.

China

Da es in China eine Arbeitseinheit gibt, muss vor der Hochzeit erst eine Bewilligung eingeholt werden. Nur durch diese Bewilligung steht der Hochzeit nichts mehr im Wege und die standesamtliche Trauung kann eingetragen werden. In China gilt als offizieller Hochzeitstag aber immer der Tag, der mittels chinesischem Horoskop errechnet wurde und nicht das Datum der standesamtlichen Trauung. Erst nach der Zeremonie gilt das Brautpaar in China als vereint und darf endlich einen gemeinsamen Haushalt führen. Wenn die Hochzeit sehr traditionell gefeiert wird, wird ein Vermittler eingeschaltet. Die Braut wird dann mittels Sänfte zu ihrem Verlobten gebracht. Die Ehe wird umso glücklicher, je lauter und ausgelassener die Hochzeitsgäste feiern. Das ist mitunter ein Grund, weswegen bei chinesischen Hochzeiten meist ein Feuerwerk stattfindet.

Das Zimmer des Brautpaares wird mit Scherenschnitten geschmückt, die die Formen von Drachen und Phönixen aufweisen. Da sich die Brautpaare zu Beginn meist kein eigenes Heim leisten können, wohnen sie meist bei den Eltern. Rot war zwar einst in China die Farbe der Hochzeit, heute hüllt sich die Braut aber in Weiß. Zwei Becher werden mit einem roten Band verbunden, aus denen das Brautpaar während der Hochzeitsfeier gemeinsam trinkt.

Dominikanische Republik

Da diese Insel sehr christlich geprägt ist, sind die Bräuche zur Hochzeit unseren sehr ähnlich. Der Gottesdienst findet immer vormittags statt. Die Braut ist in cremefarbene oder weiße Gewänder gehüllt. Der Bräutigam trägt dunkle Gewänder. Nach der Trauung wird der Brautstrauß, wie bei uns, in die heiratswillige Menge geworfen. Wer die Braut in die Kirche führt, übernimmt die gesamten Getränkekosten der Hochzeit. Die Elternpaare teilen sich die Kosten des Hochzeitsessens. Die Hochzeitstänze sind meist Salsa und Merengue.

England

Früher war der Herbst, die beste Zeit zu heiraten, denn die Ernten gaben große Erträge ab und das Brautpaar wurde mit Weizen und Gerste bestreut, wenn es aus der Kirche kam. Damit die Fruchtbarkeit erhöht wurde, trank das Brautpaar nach der Hochzeit 4 Wochen lang Honigwein. So wurde davon ausgegangen, dass die Chancen erhöht werden, dass ein Junge geboren wird. Aus dieser Zeit stammt der Begriff „Honey-Moon“. In der Kirche wurde 3 Sonntage vor der Trauung laut und freudig die Hochzeit angekündigt. Dieser Brauch sollte dem Brautpaar Glück bringen, allerdings durfte das Brautpaar bei dieser Ankündigung nicht anwesend sein.

Der eigentlichen Hochzeit geht heute meist ein Probeessen voraus. Die Hochzeit wird meist mittags gefeiert und das Wedding Breakfast stellt das Hochzeitsessen dar. Aus England stammt zudem der Brauch – etwas Neues, etwas Altes, etwas Gebrauchtes und etwas Blaues – was bei uns ebenfalls noch gebräuchlich ist.

Finnland

In Finnland sind die Mittsommernächte zum Heiraten sehr beliebt. Der Braut wird der Ehering an den linken Ringfinger. Der Bräutigam selbst trägt nur den Verlobungsring. Die Braut wird nach der Hochzeitsnacht mit einem Schmuckstück überrascht, dieser Brauch ist mit unserer Brautgabe zu vergleichen. Die Hochzeit in Finnland weicht im Grunde genommen kaum von der unsrigen Hochzeit ab.

Frankreich

In Frankreich kommen die geladenen Männer bei der Hochzeit auf ihre Kosten, denn die Braut stellt sich in die Mitte des Raumes und zieht langsam ihren Rock hoch. Für jeden Zentimeter, der mehr gezeigt werden soll, bieten die Männer Geld. Die Frauen können bei diesen Angeboten dagegenhalten, dabei kostet aber jeder Zentimeter, der nicht gezeigt werden soll, ebenfalls ein paar Scheine. Sobald das Strumpfband der Braut zu sehen ist, hat dieser Hochzeitsbrauch sein Ende gefunden. Der Mann, der das höchste Gebot geleistet hat, erhält unter lautem Applaus das Strumpfband.

Griechenland

Nach traditionellem Brauch wird die orthodoxe Hochzeit durch das Segnen der Brautkränze eröffnet. Danach werden die Ringe an die Finger gesteckt. Durch das dreimalige Tauschen der Hochzeitskränze wird die Dreifaltigkeit symbolisiert. Jeder Hochzeitsgast erhält zur Begrüßung die traditionellen Mpumpuniera. Dabei handelt es sich um geröstete Mandeln, die mit Zuckerguss überzogen sind. Eingepackt werden die süßen Mandeln in Tüll. Nach der eigentlichen Trauung werden von den Hochzeitsgästen Geldscheine eingesammelt, die der Braut an ihr Kleid gesteckt werden. Da es Unglück bringt, wenn sich das Brautpaar vor der Trauung sieht, dürfen sich die Brautleute eine Woche vor der Hochzeit nicht sehen.

Indien

Der Termin der hinduistischen Hochzeit wird mit Hilfe des Horoskops ermittelt. Die Trauung findet immer im Hause der Brauteltern statt. Der Gang des Bräutigams, wenn er das Haus der Brauteltern besucht, wird mit lauter Musik und einer Feier begleitet. Der Bräutigam und die Hochzeitsgäste werden von den Brauteltern mit einem Trunk aus Joghurt und Honig bereits erwartet. Das Hochzeitspaar betritt getrennt den Raum der Feierlichkeiten und sind zu Beginn durch einen Vorhang voneinander getrennt. Der Priester liest die heiligen Verse vor und langsam wird der Vorhang zur Seite geschoben. In Indien ist dies der Moment, bei dem sich das Brautpaar das erste Mal sieht, denn hier ist es immer noch üblich, dass Hochzeiten von den Eltern arrangiert werden. Wenn der Vorhang beiseite geschoben wurde, wird die Braut vom Brautvater an den Bräutigam übergeben. Der Bräutigam muss dabei versprechen, dass er seiner Frau immer treu sein und immer zur Seite stehen wird. Es wird ein Feuer eröffnet, das zuvor gesegnet wurde. In dieses Feuer wirft das Brautpaar Opfergaben. Danach werden die Brautkleider des Brautpaares miteinander verknotet und gemeinsam müssen sie sieben Schritte um das Feuer gehen.

Vor der Hochzeit werden der Braut von Frauen aus der Umgebung, Ornamente aus Henna auf den Körper gemalt. Dieses Ritual kann bis zu drei Tage dauern. Die aufgemalten Ornamente sollen der Braut Glück für die Ehe bringen. Während die Ornamente auf die Haut aufgetragen werden, wird der zukünftigen Braut vermittelt, wie eine gute Ehefrau ist und welche Pflichten auf sie warten werden. Die Braut wohnt bis zur Hochzeit bei ihren Eltern und verlässt nach der Trauung das elterliche Haus, um bei ihrem Ehemann zu leben.

Italien

Den Hochzeitsgästen wird als kleines Geschenk ein Säckchen mit gezuckerten Mandeln überreicht. Diese Mandeln stehen als Symbol dafür, dass die Ehe nicht nur süße, sondern bittere Seiten ebenfalls zeigt. In Italien wird die Hochzeit meist sehr glamourös gefeiert, meist dauern die Feierlichkeiten bis in die frühen Morgenstunden. In Süditalien hält der Bräutigam noch um die Hand seiner Braut an. Ganz feierlich wird mit einem Ständchen vor dem Haus der Brauteltern gesungen. In Sardinien muss das frisch vermählte Brautpaar gemeinsam einen Teller Suppe essen und anschließend Honig trinken. Dies soll ein Symbol für eine glückliche Ehe und einen kinderreichen Segen darstellen.

Japan

Die Japaner feiern ihre Hochzeit nur im engen Kreis der Familie. Bei der Hochzeit trägt die Braut eine feierliche Robe, die ganz weiß ist. Die weiße Robe ist ein Symbol für die Reinheit der Braut. Bei der Feier aber wird die Braut in einen folkloristischen Kimono gehüllt. Während der Feier zieht sich die Braut erneut um und trägt einen bunten Kimono aus Seide. Der Bräutigam ist während der ganzen Feier in einen schwarzen Kimono gehüllt, der das Wappen der Familie trägt. Durch den Shinto-Priester wird das Brautpaar gereinigt und gesegnet. Bevor die Ringe der Brautleute getauscht werden, muss der Bräutigam eine Eid ablegen. Er wird die Braut immer ehren, sie nicht betrügen und ihr immer treu zur Seite stehen. Erst nach diesem Eid dürfen die Ringe getauscht werden. Das frisch vermählte Brautpaar trinkt nach dem Ringtausch Sake aus einer Schale. Diese Schale wurde zuvor vom Priester geweiht. Das Brautpaar verteilt im Anschluss an die Zeremonie Blumen an die Hochzeitsgäste.

Jemen

In Jemen beginnt die Feier der Hochzeit immer an einem Mittwoch. Dabei feiert das Brautpaar aber immer getrennt, wobei der Bräutigam für sämtliche Kosten aufkommen muss. Dabei darf die Braut aber das Haus nicht mehr verlassen. Sie wird in grüne Gewänder gehüllt und von den Frauen der Familie mit Ornamenten aus Henna geschmückt. Die restlichen Hochzeitsgäste feiern ab diesem Tag bereits ausgelassen mit dem Bräutigam. Das Haus der Braut wird ab Mittwoch hell erleuchtet. Jeder der an die Haustür klopft, erhält eine Kleinigkeit zu essen. Dies ist ein Zeichen der Freude über die bevorstehende Hochzeit. Der Donnerstag steht in Jemen ganz im Zeichen des Ehevertrages, der von Brautvater und Bräutigam in der Moschee beschlossen und besiegelt wird. Nachdem der Ehevertrag beschlossen wurde, findet ein sakraler Zug zum Haus des Bräutigams statt. Die Braut wird von männlichen Verwandten in einem feierlichen Zug zum Haus des Bräutigams gefahren. Die eigentliche Hochzeit wird aber erst in den Abendstunden gefeiert. Am Freitag lädt der Bräutigam die gesamte Verwandtschaft zum Essen ein. Die Frauen kochen das Festmahl und die Männer treffen sich im Freien. Dabei werden nicht nur ausgiebig Gespräche gehalten, sondern der Bräutigam feuert zudem Gewehrschüsse ab. Anschließend wird der traditionelle Djambiatanz aufgeführt. Braut und Bräutigam nehmen das Festmahl getrennt voneinander ein.

Kenia

Die Braut in Suaheli wird vor der Hochzeit ausgiebig verwöhnt. Dabei wird die Braut nicht nur von Kopf bis Fuß rasiert, sondern zudem mit Kokosöl massiert. Die Braut wird mit Hennatattoos am ganzen Körper geschmückt und mit Sandelholz besprüht. Somo – die älteste Frau des Stammes – klärt die zukünftige Braut während dieses Brauches über ihre Pflichten als Ehefrau auf. Am Tag der Hochzeit wird der Braut von ihrem Ehemann der Schleier abgenommen. Die meisten Brautpaare sehen sich an diesem Tag das erste Mal in ihrem Leben.

In Massai wird die Braut von ihrem Vater mit Milch bespuckt. Dabei spricht der Vater die Worte „Möge Gott dir viele Kinder schenken“, aus. Dies gilt in Massai als Ritual für Kindersegen. Der Bräutigam wird immer von den Eltern ausgesucht und ist meist wesentlich älter als die Braut. Wenn die Braut zu ihrem zukünftigen Ehemann geht, darf sie sich nicht mehr nach ihren Eltern umsehen. Nach einer alten Sage nach, würde die Braut zu Stein erstarren, wenn sie sich noch einmal umblickt. Damit der Weg zur Schwiegermutter ein wenig leichter gestaltet wird, und damit die Braut wirklich unversehrt bei ihrem Mann ankommt, wird sie meist von den Männern des Stammes getragen. Auf dem Weg zum Bräutigam muss sich die Braut meist mit bösen Worten konfrontieren, die von den Angehörigen des zukünftigen Mannes ausgesprochen werden. Diese bösen Worte sollen die Braut für die Ehe stärken.

Kroatien

Die Verlobung wird meist als Junggesellinnenabend getarnt und findet zumeist im Hause der Braut statt. Dabei werden nur die Freundinnen und die engsten Verwandten eingeladen. Am Tage der Hochzeit treffen sich die Freundinnen der Braut bei ihr zu Hause, während der Bräutigam seine Freunde einlädt. Den Hochzeitsgästen werden von Mädchen, die noch nicht verheiratet sind, Hochzeitsstecker übergeben, die in den Landesfarben gehalten sind und zudem ein Stück Rosmarin aufweisen. Nachdem Kuchen und Kaffee verzehrt wurden, geht es weiter zur Kirche. Nach der Trauung wird in einem großen Saal gefeiert. Die Hochzeitsgäste werden ausreichend mit Speis und Trank verwöhnt. Meist werden kalte Platten, Spanferkel und Meza gereicht. Mit kroatischem Pflaumenwein wird die Hochzeitsgesellschaft ein wenig lustiger. Die Braut begrüßt mit der Trauzeugin jeden Hochzeitsgast persönlich und stößt gemeinsam an. Die Trauzeugin trägt dabei die ganze Zeit einen Teller, auf dem ein Apfel liegt, der mit Goldmünzen bestückt ist. Dieser Apfel soll den Wohlstand der Familie symbolisieren. Die Hochzeitsgäste legen Kuverts mit Geld und Glückwünsche auf diesen Teller. Während der Hochzeit werden nicht nur Paartänze aufgeführt, sondern der traditionelle Tanz Kolo wird ebenfalls getanzt. Um Mitternacht schneidet das Brautpaar die Hochzeitstorte gemeinsam an. Nachdem die Torte angeschnitten wurde, füttert sich das Brautpaar gegenseitig mit dem ersten Stück. Mit den Zähnen muss der Bräutigam das Strumpfband seiner Braut entfernen. Dabei stellt die Braut ihr Bein auf einen Stuhl und zieht den Rock ein wenig hoch. Das Strumpfband wird dann in eine Runde geworfen, die aus unverheirateten Männern besteht. Die unverheirateten Frauen fangen den Brautstrauß. Die Frau, die den Brautstrauß gefangen hat, tanzt dann mit dem Mann, der das Strumpfband ergattert hat. Nach Mitternacht zieht sich die Braut um und erscheint in einem Abendkleid wieder. Mit dem neuen Kleid kann immerhin besser bis in die frühen Morgenstunden gefeiert werden.

Marokko

Der Brautvater sucht den passenden Mann für seine Tochter aus. Es gibt aber eine einzige Ausnahme – der Heiratsmarkt Ait Ameur. Auf diesem Markt kann sich jeder selbst den Partner fürs Leben aussuchen. Die Hochzeit in Marokko ist meist mit sehr hohen Kosten verbunden, denn die Verlobungszeit dauert zwischen 6 Monate und 2 Jahre. An Festtagen wird die zukünftige Braut während dieser Zeit mit Geschenken überhäuft. Die Geschenke bestehen meist aus Parfums und Schmuck, wobei der Schmuck immer aus echtem Gold bestehen muss. Das Brautzimmer wird 5 Tage vor der Hochzeit mit allen Utensilien ausgestattet, die für die Hochzeitsnacht benötigt werden. Die Braut wird von der Negassa – eine weibliche Angehörige – gebadet, geschmückt und mit Henna-Ornamenten bemalt. Nach der eigentlichen Zeremonie feiern Männer und Frauen getrennt voneinander. Nur der Bräutigam darf an diesem Abend seine Braut sehen. Die Feier der Hochzeitsgäste dauert bis in die Morgenstunden. Kurz nach der Zeremonie wird die Braut aber schon in das Brautzimmer getragen. Hier wartet sie auf ihren Bräutigam. Dieses Brautzimmer darf die Braut 7 Tage nicht verlassen. Diese Hochzeitfeier wird aber nur bei wohlhabenden Marokkanern in dieser Art und Weise zelebriert.

Mexiko

Der Braut stehen für die Wahl des Brautkleides zahlreiche Möglichkeiten offen. Sie kann sich in einem weißen Brautkleid zeigen, in einem Kleid in Flamenco-Stil oder in einem engen Kleid, das mit einer Bolero-Jacke ausgestattet ist. Meist wird anstelle der Blumen ein Fächer getragen. Der Bräutigam ist in einer engen Hose und einem Bolero gekleidet und ähnelt dadurch einem Matador. Einige Hochzeitsgäste übernehmen bestimmte Aufgaben der Hochzeit und sind sogenannte Madrinas und Padrinos. Die Madrina de Laso ist für ein verziertes Seil verantwortlich, das während des Gelübdes um das Brautpaar gewickelt wird und die Verbundenheit symbolisieren soll. Die Madrinas de Arras hält während der Zeremonie 13 Münzen in ihrer Hand. Diese 13 Münzen stehen nicht nur für bedingungsloses Vertrauen, sondern zudem sollen sie Christus und seine 12 Apostel symbolisieren. Diese Münzen werden in eine kleine Box geworfen und dem Priester übergeben. Die Münzen werden vom Priester gesegnet und dem Brautpaar feierlich übergeben. Der Priester übergibt die Münzen zuerst dem Bräutigam, dieser legt die Münzen dann in die Hände seiner Braut. Dadurch zeigt er seiner Frau, dass alle irdischen Güter in ihrer Gewalt liegen.

Namibia

Bei den Himbas wir die Braut vor der Hochzeit geraubt. Sie erhält dabei einen Kopfschmuck aus Leder und das Gesicht wird verdeckt. Bei der Hochzeitsfeier wird ausgelassen gefeiert. Traditionell ist in Namibia der Ondjongo-Tanz. Vor der Hochzeit cremen sich die Frauen des Stammes mit einer Mixtur aus Butterfett, Harz und rotem Ocker ein. Auch Duftstoffe werden dieser Mixtur beigemengt. Rot ist in Namibia die Farbe der Erde. Diese Mixtur steht für ewiges Leben. Wenn die Braut beim Haus des Bräutigams eintrifft, wird diese von den Verwandten zuerst am Bauch, an den Armen und auf der Brust mit Butterfett eingecremt. Dieses Eincremen gilt in Namibia als Zeichen der Akzeptanz.

Nigeria

Beim Stamm der Woddabe ist es keine Seltenheit, dass sich Männer der gleichen Familie in die selbe Frau verlieben. Die Frau des Begehrens wird hier sehr stark umworben. Die Männer treten in ihren schönsten Amuletten auf und die Braut kann sich selbst für den Ehemann entscheiden. Dabei geht der Rivale, der nicht gewählt wurde nicht mit leeren Händen aus, denn er ist im Hause des Brautpaares immer noch willkommen.

Rumänien

Der Bräutigam muss erst eine Kletterpartie einlegen, bevor er seine Braut vor den Altar führen darf. Von den Freunden der Braut wird ein Brautkranz in die Krone eines Baumes gehängt. Bevor dieser Kranz nicht aus der Krone geholt wurde, darf die Braut nicht zum Altar geführt werden. Die Freunde des Brautpaares bilden eine Pyramide, an der der Bräutigam hochklettern muss. Hat der Bräutigam den Kranz aus der Krone geholt und ist wieder unversehrt am Boden angekommen, setzt er seiner Braut diesen Kranz feierlich auf. Nach der Trauung wird Rosenwasser auf der Schwelle verspritzt. Zudem wird im gesamten Haus Reis und Weizenkörner verstreut.

Schottland

Das weiße Brautkleid wurde erst im 20.Jahrhundert durch die Königin Victoria bekannt. Heute wird meist immer noch in Blau geheiratet. Grün war bei der Hochzeit lange Zeit verpönnt. Diese Farbe wurde den Elfen zugesprochen und damit diese nicht verärgert werden, wurde bei der Hochzeit nichts Grünes getragen. Einst nähte sich die Braut ihr Kleid für die Hochzeit noch selbst. Dabei wurde der letzte Nadelstich aber immer ausgelassen, denn es brachte Unglück, wenn das Brautkleid fertig zur Hochzeit getragen wird. Heute ist bei der Hochzeit die schottische Tracht immer noch sehr beliebt. Die Braut trägt heute meist ein blaues Strumpfband und eine Münze in ihrem linken Schuh. Während der Hochzeit wird versucht, dass dem Bräutigam Salz in die Jackentasche gestreut wird, denn dies bringt den Hochzeitgästen Glück. Dabei muss aber ein unbeobachteter Moment genutzt werden, damit das Glück wirklich in Erfüllung gehen kann. Nach der Zeremonie warf der Brautvater einen Schuh nach dem Bräutigam. Diese Geste sollte symbolisieren, dass er ab nun keine Verantwortung mehr für seine Tochter trägt. Heute wird dieser Brauch immer noch beibehalten. Wenn das Brautpaar die Kirche verlässt, wird von den Hochzeitsgästen Reis geworfen.

Südafrika

In Ndebele beginnt die Hochzeit immer durch die Vergütung der Braut. Diese Vergütung wird immer mit Viehbestand beglichen. Die Braut wird danach zwei Wochen lang in Separation gehalten. Während dieser beiden Wochen wird der zukünftigen Braut von den ältesten Frauen erklärt, wie sich eine gute Ehefrau zu benehmen hat und worin ihre Pflichten bestehen. Am Tage der Hochzeit wird die Braut an Armen und Taille mit Reifen aus Perlen geschmückt. Bei der Hochzeit trägt die Braut zudem eine selbstgemachte Decke, die sei bis an ihr Lebensende immer bei besonderen Feierlichkeiten zu tragen hat. Die Braut ist in Ndebele aber erst wirklich verheiratet, wenn sie ihr erstes Kind zur Welt bringt.

Thailand

Bei der Verlobung schenkt der Bräutigam den Brauteltern Geld. Dieses Geld wird als Geste gesehen und die Brauteltern überreichen dies dem Brautpaar nach der Trauung.

Das Datum der buddhistischen Hochzeit wird immer mittels Astrologie ermittelt. Die Hochzeit findet aber immer am Morgen statt. Zur Hochzeit erscheint die Braut in einem Schut Tai. Der Schut Tai ist ein Seidengewand. Der Bräutigam trägt immer einen schwarzen Anzug. Mönche sprechen den Segen aus, die nach der Zeremonie vom Brautpaar mit Speisen verwöhnt werden. Die Hochzeit in Thailand ist eigentlich nicht religiös bestimmt, trotzdem sind immer wieder Mönche anwesend. Es wird kein Gelübde abgelegt, aber der Bräutigam trägt drei Punkte auf seiner Stirn. Diese drei Punkte sollen Glück bringen. Eine weiße Girlande, die aus Blumen geflochten wurde, soll böse Geister fernhalten. Die Hochzeit wird immer durch einen „alten“ Mann eingeleitet. Dem Brautpaar werden dabei weiße Fäden auf den Kopf gelegt. Aus einer Muschel wir dem Brautpaar heiliges Wasser in die Hände gegossen. Dieselbe Handlung führen auch Eltern und Verwandte durch, wodurch das Brautpaar gesegnet wird. Meist wird im eigenen Haus oder in einem gemieteten Saal gefeiert. Die Kosten für die Hochzeit werden immer von den Eltern getragen. Bei der abendlichen Feier erscheint die Braut immer in einem feierlichen Kleid. Hochzeitsfotos werden immer nach der Hochzeit gemacht, dabei kleidet sich das Brautpaar in der traditionellen Tracht.

Türkei

In den modernen und städtischen Familien suchen sich die Brautpaare selbst und werden nicht zugewiesen. Die Hochzeit wird mit einem Konzert von Autohupen eingeleitet. Die Feier nach der Zeremonie findet meist in einem großen Festsaal statt. Dem Brautpaar werden Lebensmittel geschenkt. Dabei stehen Salz und Eier für die Fruchtbarkeit und Harmonie der Braut und Mehl und Reis für ausreichende Nahrung. Geld-, und Goldgeschenke werden der Braut an ihr Kleid geheftet.

Auf dem Land muss der Bräutigam zuerst einen angemessenen Preis an die Brauteltern zahlen. Dies ist die Entschädigung dafür, dass er die Tochter heiraten darf. Die Hochzeitsfeier dauert mindestens drei Tage. Dabei feiern die Frauen bei der Braut und die Männer beim Bräutigam. Die Geschenke werden ebenfalls getrennt überreicht. Die Braut wird am letzten Tag der Feier in ein wunderschönes Kleid gehüllt, das mit einem roten Band um die Taille gebunden wird. Der Brautvater führt seine Braut dann in das Haus des Bräutigams. In der Moschee oder im Haus des Bräutigams findet dann die islamische Hochzeit mit den Hochzeitsgästen statt. Vollzogen wird die Zeremonie vom Hoca. Erst nach dieser Zeremonie findet die standesamtliche Trauung und die gesetzliche Besiegelung statt.

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