Es gibt sicher einige, die sich in dieser Sache besser auskennen als ich: ist eine kirchliche Trauung prinzipiell nicht möglich, wenn ein Partner aus der Kirche ausgetreten ist (der andere nicht), oder ist es eine Einstellungsfrage des jeweiligen Pfarrers?
Ein Bekannter meinte, er bezweifle, dass eine kirchliche Hochzeit unter den Umständen möglich ist.
Auf www.kirchaustritt.at steht allerdings:
"Es gibt bei der röm.-kath. Kirche weiters die Möglichkeit kirchlich zu “Heiraten” bzw. einen kirchlichen Segen zu erhalten solange noch ein Partner in der Kirche ist. Dabei müssen Sie unter anderem regelmäßig zustimmen, dass eheliche Kinder nach “katholischen Werten” erzogen werden."
Mein Verlobter ist wie gesagt vor circa fünf Jahren ausgetreten. Ein Wiedereintritt um einer Trauung wegen wäre zwar nicht undenkbar. Das sollte er aber aus freien Stücken machen und ohne sich gedrängt zu fühlen. Was bei solchen Fragen auch nicht unwichtig ist: warum will man überhaupt kirchlich heiraten? Ich sags ganz ehrlich, der feierliche Rahmen und die Zeremonie ist uns schon wichtig. Aber auch wenn ich mit vielen kircheninternen Dingen überhaupt nicht einverstanden bin, finde ich, dass eine Eheschließung vor Gott (jetzt red ich schon wie ein Pfarrer) unserem Zusammensein einen bedeutungsvolleren Sinn gibt. Ich hoffe, das ist verständlich ausgedrückt und hört sich nicht zu geschwollen an.
ich verstehe Dich. Natürlich hat das einen Sinn, seine Ehe auch vor Gott zu schließen. Die kirchliche Hochzeit finde ich daher ganz wichtig.
Wenn ein Partner aus der Kirche ausgetreten ist oder gar nich in der katholischen Kirche war, dann sollte eine kirchliche Hochzeit trotzdem möglich sein, wenn der andere Partner in der Kirche ist.
In diesem Fall muss sich halt der Partner, der noch in der Kirche ist, zur christlichen Erziehung der Kinder verpflichten. (in der Gelöbnisformel bei der kirhclichen Trauung).